Behelfsbeschreibung zur Kontrolle von PDF-Dateien

Im Prozess der Abgabe des Materials für die Druckerei hat die Kontrolle der fertigen PDF-Dateien eine sehr wichtige Rolle. Die Druckereien kontrollieren die eingegangenen Materialien durch Verwendung von Software in erster Linie hinsichtlich der Technologie. Das ist ziemlich problematisch, da die automatischen Kontrollprogramme wegen der Strukturierung von PDF-Dateien mitunter auch Fehlergebnisse geben können, da jede Arbeit anders ist, und auch die innere Struktur von PDF-Dateien sehr vielfältig sein kann.

Wegen der heutzutage zwangsläufig beschleunigten Prozesse haben die Lösungen durch automatische fehlerbehebende und Kontrollsoftware trotzdem eine hervorgehobene Rolle, die das Auffinden von bestimmten oft auftretenden Dateienfehler erleichtern können. Dafür steht die Softwarelösung Adobe Acrobat Professional, die meistens auch von den Kunden benutzt wird, zur Verfügung (Adobe Reader ist für eine Kontrolle durch Software für die Druckerei nicht geeignet!) Unter dem Menüpunkt ‘View > Tools > Print Production’ sind die Symbole zu finden, die uns bei der Prüfung und Verbesserung von ausdrücklich für Druckereien gefertigten PDF-Dateien helfen können.

Preflight tools
1: Preflight
Kontrolle durch Software mit Verwendung von Profilen.

 

2: Output Preview
Ein Mittel zur visuellen Kontrolle.

 

 

 

 

 


Preflight Kontrolle

Die automatische Kontrolle von fertigen PDF-Dateien kann im Preflight Modul des Acrobats mit Hilfe von voreingestellten Kontrollaspekten (Preflightprofilen) (nicht enthalten im Acrobat Reader) durchgeführt werden. Auf dieser Schaltfläche kann man vorinstallierte Profile laufen lassen, die die Eigenschaften von der PDF-Datei (und ihrer Objekte) nach den voreingestellten Bedingungen prüfen. Nach Ablauf der Profile bekommt man eine Liste der Ergebnisse, aus der ersichtlich ist, welche Kenngrößen der PDF-Datei von den Kenngrößen abweichen, die im Profil eingestellt wurden. Da die Eigenschaften der PDF-Datei von den Kenngrößen (Anzahl der Farben, Papiertyp, Druckverfahren) des zukünftigen Druckproduktes abhängig sind, kann man von mehreren Profilen wählen, so dass man immer das Profil wählen soll, das den Kenngrößen des jeweiligen Produktes am besten entspricht.

Preflight profils1: Imported Profiles
Da die Kontrollbedingungen und Prüfungen in den Preflight Profilen angepasst werden können, kann man eigene Profile erstellen, bzw. von Anderen erstellte Profile importieren. Diese aus externen Quelle eingeholten Profile erscheinen im Punkt „Imported profile“ (die Kompatibilität der Programme ist wichtig). Sollten Sie keine Erfahrung beim Erstellen von Profilen haben, schlagen wir vor, das von uns erstellte Pauker Preflight Profil herunterzuladen und zu importieren.

2: Prepress Profiles
Hier kann man standard preflight Profile finden, die verschiedenen Druckverfahren und Normen entsprechen. Die Profile, vor denen das Schraubenschlüsselzeichen aktiv ist, vermögen bestimmte (in PDF-Datei) aufgefundene Fehler automatisch zu beheben.

3: Analyze
Nach Drücken dieses Knopfes startet die Kontrolle entsprechend des ausgewählten Profils. Im Falle von ‘Analyze’ führen auch die Profile, die eine Verbesserung (fixup) enthalten, nur eine Kontrolle durch, während beim Drücken des Knopfes ‘Analyze and fix’ wird die PDF-Datei auf Grund der Voreinstellungen im Profil automatisch verbessert.

 

 

Herunterladbares Pauker Preflight Profil

 

Man bekommt immer eine Liste von den Preflightergebnissen, die auch die Wichtigkeit der wahrgenommenen Abweichung enthält (error, warning, information). Es kann uns sogar das fehlerhafte Objekt, markiert in der geprüften PDF-Datei, zeigen. Da es Bedingungen gibt, denen die PDF-Dateien für Druckereien zwingend entsprechen müssen, während die Prüfung von anderen Bedingungen nur der besseren Druckbarkeit oder dem schöneren Druckproduktergebnis dient. Es ist jedoch sehr wichtig, dass die Kontrolle durch nur Software die visuelle vom Menschen durchgeführte Kontrolle nicht ersetzen kann, da es wegen der Kompliziertheit der Struktur von PDF-Dateien und der Vielfältigkeit von Druckprodukten nicht einfach ist, ein vollkommenes Preflightprofil zu erstellen. Außerdem gibt es spezielle technologische Bedingungen, die auf diese Art und Weise schwer oder überhaupt nicht kontrolliert werden können. Deshalb, wenn Preflightprofile in einer PDF-Datei keine Fehler finden, bedeutet noch nicht unbedingt, dass die PDF-Datei vollkommen ist, und keine Dateifehler enthält.


Visuelle Kontrolle (Output Preview)

Ein sehr wichtiges Mittel zur Kontrolle von PDF-Dateien ist auch das Output Preview, da die gefertigte PDF-Datei außer der Preflight Kontrolle in erster Linie betreffs der entsprechenden Farbwerte hier geprüft werden kann.

 

CMM and Preflight overprint preview1: Simulate
Einstellungen zur Steuerung der farbechten Darstellung. Ausführlicher siehe unter Anwendung des Colormanagementes.

2: Show
Es kann ausgewählt werden, über welche Eigenschaften verfügende Objekte das Acrobat darstellen soll (nur Bild, nur Text, nur CMYK mit ICC-Profil, usw.). Es ist sehr nützlich bei der Aussortierung von Elementen mit „Fehlern“ von gegebenen Eigenschaften.

3: Separations
Hier können die Farbauszüge einzeln aus- und eingeschaltet werden. Es können bestimmte, oft vorkommende Fehler betreffs Farbzerlegung aussortiert werden. Zum Beispiel kann die Einstellung von schwarzen Texten oder Stanzformaten auf Nichtüberdrucken, oder auch die Nichtzerlegung von direkten Farben kontrolliert werden.

4: Total Area Coverage (TAC)
Es zeigt, wie hoch der summierende Farbdeckungsgrad der Farbauszüge in einem bestimmten Punkt ist. Das ist wichtig, da zum Beispiel bei Offset Druckverfahren bei Flächen mit 300% Gesamtdeckungsgrad (TAC) nach dem Drucken bereits Farbabziehungs- und Farbtrocknungsprobleme entstehen können.

5: Total Area Coverage (TAC)
Es kann auch zur Prüfung des Gesamtdeckungsgrades als Hilfe herangezogen werden, es zeigt aber nicht den TAC-Wert eines Punktes, sondern durch Einschalten als Filter, wird die ganze Fläche der Seite geprüft. Die Flachen über dem als Limit eingegebenen TAC-Prozentwert werden durch grüne hervorhebende Farbe dargestellt. Bei Bogenoffsetdruck ist es zweckmäßig, den Gesamtdeckungsgrad möglichst unter 280% zu halten.